Christliche Meditation

Die Seele kann sich in die Gegenwart Christi versetzen. Sie kann mit ihm reden, ihm ihre Wünsche mitteilen, ihre Leiden klagen, sich mit ihm freuen, wenn es ihr gut geht.

(Theresa von Avila (1515-1582))

Und der Herr erschien ihm (Abraham) im Hain Mamre, während er an der Tür seines Zeltes saß, als der Tag am heißesten war.

Und als er seine Augen aufhob und sah, siehe, da standen drei Männer vor ihm.
Und als er sie sah, lief er ihnen entgegen von der Tür seines Zeltes und neigte sich zur Erde
und sprach: Herr habe ich Gnade gefunden vor deinen Augen, so geh nicht an deinem Knecht vorüber.
Man soll euch ein wenig Wasser bringen, eure Füße zu waschen, und lasst euch nieder unter dem Baum.
Und ich will euch einen Bissen Brot bringen, dass ihr euer Herz labet; danach mögt ihr weiterziehen. Denn darum seid ihr bei eurem Knecht vorübergekommen.
Sie sprachen: Tu, wie du gesagt hast. (Gen. 18, 1-5)

Die ‘Gastfreundschaft des Abraham’ erzählt davon, dass jedem von uns eine alltägliche Begebenheit (Bsp. …drei fremde Menschen klingeln an der Tür…) zu einer Berührung mit IHM und SEINER Wirklichkeit mitten in unserer Realität werden kann. Da geht eine Tür (unseres Herzens) auf und wir schauen die Dinge in einer ganz anderen Tonart. Meditation möchte uns an die offene Tür unseres Zeltes setzen und uns Mut machen, die Augen zu heben…

Das Ikonenthema „Die heilige Dreifaltigkeit" ist seit der gleichnamigen Darstellung, die Andrej Rublew um 1411 für seinen Abt Nikon gemalt hat, die bekannteste Umsetzung von Gen. 18 in ein (symbolisches) Bild. Mehr zum Thema „symbolische Bilder" finden Sie hier

 

 

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